Europäische Berufsbildung: EP-Bericht angenommen
Am 21. Oktober 2026 hat das Plenum des Europäischen Parlaments einen nichtlegislativen Initiativbericht über die Förderung von Kompetenzen in der Union durch Möglichkeiten der beruflichen Aus- und Weiterbildung in Zeiten des Übergangs angenommen.
Wesentliche Inhalte
Der Bericht stärkt die Berufsbildung als Instrument für Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und Fachkräftesicherung. Unternehmen werden ausdrücklich als zentrale Lernorte anerkannt. Ein ursprünglich gefordertes Recht auf Weiterbildung wurde während der Plenarsitzung gestrichen. Das Parlament will die Mobilität in der Berufsbildung ausbauen und die grenzüberschreitende Anerkennung von Qualifikationen erleichtern. Gleichzeitig fordert das Parlament neue europäische Instrumente:
ein europäisches Berufsbildungsdiplom,
eine europäische Anerkennungskonvention für Berufsbildungsabschlüsse,
die Ausweitung des Europäischen Systems zur Übertragung und Akkumulierung von Studienleistungen (ECTS) auf die Berufsbildung.
Bewertung
Im Bericht finden sich mehrere zentrale Arbeitgeberforderungen wieder: Der Bericht erkennt die Rolle von Unternehmen in der Aus- und Weiterbildung an, stärkt die Berufsbildung als Hebel für Wettbewerbsfähigkeit und Fachkräftesicherung und fordert mehr Lernmobilität in der Berufsbildung. Besonders erfreulich ist, dass in der Plenarabstimmung die Forderung nach einem individuellen Recht auf Weiterbildung während der Arbeitszeit gestrichen wurde. Kritisch bleiben Forderungen nach einem europäischen Berufsbildungsdiplom, einer europäischen Anerkennungskonvention für Berufsbildungsabschlüsse und einer Ausweitung des ECTS-Systems auf die Berufsbildung. Statt neue Instrumente zu schaffen, sollten bestehende Instrumente konsequent genutzt und ihre Wirkung überprüft werden.





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