(K)ein Grund zum Feiern
24.10.2018 09:12

Nr. 10/2018

Neustadt/Weinstraße, 25. Oktober 2018


 

 

(K)ein Grund zum Feiern

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

angesichts drohender Revolution und Chaos haben sich der Ruhrindustrielle Stinnes und der Früh-Gewerkschafter Legien vor 100 Jahren auf den 8-Stunden-Tag geeinigt. Damit wurden erstmals Gewerkschaften anerkannt.

 Inzwischen sind sie nur noch schwach organisiert. Deshalb haben die Gewerkschaftsvorsitzenden Hoffmann (DGB) und Bsirske (ver.di) bei der Jubiläumsfeier am 16. Oktober 2018 nur noch den Staat um Hilfe gerufen:

Der Gewerkschaftsbeitrag soll exklusiv für Mitarbeiter von tarifgebundenen Firmen Steuer senkend sein. Flächendeckend sollen Vergabegesetze der Länder sicherstellen, dass öffentliche Aufträge nur noch an tarifgebundene Firmen und mit einem Mindeststundenlohn von zwölf Euro vergeben werden. Gesetze die Unternehmer einengen (wie bei der Zeitarbeit, Teilzeit und Befristungen) dürfen nur für tarifgebundene Firmen Erleichterungen vorsehen. Durch Allgemeinverbindlichkeitserklärungen ohne Widerspruchsrecht der Spitzenorganisationen der Tarifpartner sollen am besten gleich alle Betriebe unter den Tarif gestellt werden.

Der Bundesarbeitsminister hat sich schon wohlwollend geäußert. Das kann man nur mit dem Überschwang der Festtagslaune erklären. Denn man Prost.

Mit freundlichen Grüßen

 

Werner Simon

 

PS: Den Vorschlag von Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer finden Sie auf der nächsten Seite

 

 

 






Dateien:
Mehr_Tarifbindung_nur_mit_neuer_Tarifpolitik.pdf